Oh it's Christmas Time

Der Dezember hat so einige aufregende Ereignisse für uns bereitgehalten. Neben dem zweiten familiären Besuch und somit unserer zweiten Reise, stand auch noch Weihnachten vor der Tür, wie auch ein ganz besonderer Überraschungsgast.

 

Starten wir mit unserer zweiten Reise..

Südafrika hat neun Bundesländer und vier haben wir bereits im November erkunden dürfen, somit stand diesmal eine andere Gegend auf unserem Programm: Mpumalanga. Das besondere an diesem Bundesland ist, dass sich hier der Krüger Nationalpark befindet. DAS Aushängeschild von Südafrika. Denn darin befindet sich das, womit man Südafrika sofort assoziiert: die atemberaubende Tierwelt. Der Krüger Nationalpark ist doppelt so groß wie Kärnten, hat also eine Fläche von 20.000km² und es gibt nur neun Eingänge in den Nationalpark. Warum? Der Nationalpark ist rundherum eingezäunt, um die Tiere vor Wilderei zu schützen, denn einige der hier lebenden Tiere sind stark gefährdet. Aus diesem Grund gibt es auch die berühmten „Big 5“. Dazu zählt der Elefant, der Leopard, der Büffel, das Nashorn und der Löwe. Die „Big 5“ sind die gefährdetsten Tiere Südafrikas, aufgrund ihrer wertvollen Rohstoffe, wie Horn, Fell, etc. und der Zaun um den Nationalpark soll die Tiere vor der Wilderei bewahren. Wenn man also in Südafrika für acht Monate lebt oder eine Südafrika-Reise macht, dann ist der Nationalpark ein MUSS und somit haben wir unsere Safari mit unserem Guide Charles bereits um 4.45 Uhr gestartet, um so viel wie möglich zusehen. Und das hat sich auch bezahlt gemacht. Denn neben den „Big 5“ haben wir auch, Krokodile, Kutus, Giraffen, Warzenschweine, Nilpferde, Antilopen, Affen, Babuns, Gepard, Gnus, Schildkröten, Wildhunde, Adler, Geier, Storche und noch viiiiiiele weitere Tiere gesehen. Eine wirklich einzigartige Erfahrung, die einem in Erinnerung bleibt.





Merry Christmas

Weihnachten haben wir unser ganzes bisheriges Leben zu Hause im Kreise der Familie verbracht. Dazu zählte natürlich ein echter Christbaum, der gute Keksteller, all die Bräuche um und an Weihnachten, der Duft von Lebkuchen und Tannenzweigen und natürlich kalte Temperaturen und im besten Fall auch Schnee. Auf all das mussten wir heuer verzichten: Weihnachten mal anders, war also das Motto.

Auf einem anderen Kontinent. Mit Schwestern. Im Hochsommer.

Aber genau diese heißen Temperaturen, haben Weihnachtsgefühle nur sehr schwer aufkommen lassen. Der 24. Dezember war hier noch ein normaler Arbeitstag und erst am Abend begann Weihnachten. Aus diesem Grund sind wir mit unseren afrikanischen Röcken um 22 Uhr zur Kirche aufgebrochen, um dem Chor zuzuhören, wie er Weihnachtslieder vortrug, anschließend fand das Krippenspiel statt, welches wir mit Sr. Maria und den Kindern die letzten zwei Monate einstudierten und bei dem wir mitwirkten und um 23 Uhr fand dann schließlich die 2-stündige Weihnachtsmette statt. Die Weihnachtslieder, bei denen man mitsingen und -tanzen hat können, waren unsere Retter, um wach zu bleiben. Am 25. Dezember, also am eigentlichen Weihnachtstag sind wir wieder früh aufgebrochen, um die Christmesse zu besuchen und anschließend haben wir gemeinsam mit unseren Schwestern aus unserer Gemeinschaft, das Weihnachtsessen vorbereitet, denn die Schwestern aus den umliegenden Gemeinschaften haben wir eingeladen, um gemeinsam den Festtag zu feiern. Und wie jedes Mal, wenn all die Schwestern zusammenkommen, wird gut gegessen und viel gelacht. Neben Truthahn und karamellisierten Weihnachtsschinken kamen auch nationale, wie internationale Weihnachtsgerichte auf den Tisch. Ein wirklich schöner Tag.

Zusammenfassend kann man sagen: Weihnachten zu Hause ist Weihnachten zu Hause. Dieses Gefühl kann man nicht ersetzten. Weihnachten mal anders, trifft also wirklich perfekt zu. Besonders das Krippenspiel und die Feier am 25. Dezember mit all den Schwestern waren wirklich sehr schön und festlich, aber wir haben nicht ganz diesen Weihnachtsspirit verspürt.


Surprise, Surprise

Wir hatten, wie bereits erwähnt, das Privileg, familiären Besuch zu erhalten, was nicht selbstverständlich ist, aber ein Überraschungsbesuch aus Österreich in Südafrika ist noch einmal eine größere Nummer. Das dachte sich auch Anna, als sie die Tür unseres Apartments geöffnet hat und ihr Freund Lukas vor der Tür gestanden ist. Aber die Überraschung ist gelungen, denn dass es einer Anna Truppe die Sprache verschlägt, kommt nur sehr selten vor. Aber nach dem ersten Schock, war es wohl das größte und schönste Weihnachtsgeschenk, das Anna jemals erhalten hat.

Aber jetzt heißt es: Kapstadt - Wir kommen!

Eure Anna & Klara